Besser als gedacht

I

Ich geb ja zu, in den letzten Tagen hatte ich schon hin und wieder ein wenig Angst vor meiner eigenen Courage.
Denn   ganz so einfach wie geplant erschienen mir die angestrebten Unternehmungen des Wochenendes nicht, allem voran natürlich die Fahrt  aus der heimatlichen Hansestadt zur Geliebten nach Leipzig.

Zwar hatte ich mich mit Bedacht für die grüne Variante entschieden Bus– und das nicht nur um des günstigeren Fahrpreises willen, sondern vor allem auch, weil ich dabei nicht unter Zeitdruck umsteigen musste.
Denn auch nach meinem halbwegs positiv verlaufenen Test am Donnerstag war ich mir nicht wirklich sicher, ob mein Bein mir nicht ausgerechnet dann einen Streich spielt, wenns zügig voran gehen muss. Deshalb bin ich auch am Freitag eine halbe Stunde eher aufgebrochen, um auf jeden Fall pünktlich zum Check-In am Bus zu sein, was sich aber dann, am ZOB angekommen, als völlig unnötig erwies…
Denn um genau diese halbe Stunde war ich auch zu früh da…🙂

Immerhin konnte ich so als Erster den Bus besteigen und den für mich bequemsten Sitzplatz aussuchen – was ja auch nicht schlecht ist.

Pünktlich ging es dann los, wobei schon abzusehen war, dass wir angesichts der Verkehrslage ungefähr einen Stunde länger nach Leipzig brauchen würden als geplant. Und genau entsprechend dieser Vorhersage waren wir dann auch pünktlich mit einer Stunde Verspätung in Leipzig…. was ich aber völlig OK fand, denn für Baustellenstaus und Rushhour kann der Busfahrer ja nix….

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II

Für Samstag  – also für gestern- hatten wir ja einen Besuch in Meissen in Planung, der allerdings wetterbedingt fast ins Wasser gefallen wäre, nachdem es in Strömen goss, als wir – dort angekommen – einen guten Parkplatz gefunden hatten, der natürlich auch ein wenig meiner Gehbehinderung Rechnung tragen sollte.
Die allerdings wirkte sich lange nicht so gravierend aus, wie ich das noch am Donnerstag befürchtet hatte:

Insofern wird auch spannend sein, wie das nun am Wochenende funktionieren wird, wenn meine Liebste und ich unseren geplanten Trip nach Meissen in Angriff nehmen.
Denn da werden wir beide darauf achten müssen, miteinander Schritt zu halten.
Sie, die ja schon immer deutlich flinker war als ich, wird sich wohl noch mehr auf mein Tempo einstellen müssen und ich werde in der Rolle des Nach-(Hinterher)-läufers versuchen, mich nicht zu sehr als Bremsklotz zu erweisen….

Im Gegenteil ging das Laufen sogar ganz gut. Wobei ich zwar sicher nicht der Schnellste war,  aber auch nicht der befürchtete Bremsklotz🙂Meissen2Und so haben meine Liebste und ich nicht nur die gesamte Altstadt zu Fuss erwandert, sondern waren auch noch (allerdings mit dem Auto ) auf dem Berg, um Burg und Dom näher in Augenschein zu nehmen und die Aussicht über die Stadt zu geniessen:
Pano(draufklicken zum Vergrössern)

Da Meissen alleine uns nicht wirklich tagesfüllend schien, gings  anschliessend noch ein wenig weiter in Richtung Moritzburg und Dresdener Umland  und auch die  versprochenen Bilder sind gestern reichlich entstanden🙂

Grund genug also, mit dem gestrigen Tag zufrieden zu sein. Denn neben den vielen neuen Eindrücken brachte der Tag auch die Erkentniss, dass ich mich durchaus wieder auf meine Beine verlassen kann, wenn ich auf ein angemessenes Tempo achte🙂

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III

Und, da aller guten Dinge drei sind, sei der Vollständigkeit halber noch erwähnt, dass es auch bezogen auf meinen Nikotin-Entzug nur positives zu berichten gibt.
Immerhin hab ich meine letzte Zigarette vor Aufnahme ins Krankenhaus inhaliert und bisher auch gut dem gelegentlichen Drang widerstehen können. doch mal eine zu rauchen.
Will sagen, auch das läuft besser als gedacht,
wo bei mir natürlich auch hilft, das meine Liebste sich auch entschlossen hat, nicht mehr zu rauchen….❤

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Bleibt also zu hoffen, dass es nun auch so positiv weiter geht, sowohl mit dem Laufen als auch mit dem Nichtrauchen. Denn dann hat der Warnschuss, den ich letzte Woche bekommen habe, doch schlussendlich eine positive Wendung bekommen…

Im Schneckentempo….

…hab ich heute meine Gehübung absolviert.
Zumindest fühlte es sich für mich so an, als ich Schritt für Schritt dem nächsten Geschäft entgegen strebte, wo es Katzenstreu, Butter und all die anderen Dinge zu erwerben galt, die sich auf meinem Einkaufzettel angesammelt hatten. Denn schliesslich brauchte ich was aufs Brot und unsere Fellnasen eine Füllung für ihre Bedürfnisanstalten in der Zeit, wo ich bei meiner Liebsten bin.
Aber dafür musste ich heute wenigstens mal nicht im Kreis herum laufen, sondern hatte ein konkretes Ziel, was auch gleichzeitig das Vordringen in neue entfernungsmässige Dimensionen bedeutete, galt es doch, die Strecke meines Übungsparcoures mal eben zu verdreifachen.

Erwartungsgemäss hab ich diese Wegstrecke zwar nicht durchlaufen können, bin aber mit wenigen kurzen Verschnaufpausen immerhin über einen Kilometer weit gekommen, bevor auf dem Rückweg dann doch eine längere Erholungspause notwendig war.
So weit, so gut – jedenfalls so lange ich mich bemühe, gleichmässig und nicht zu schnell zu gehen. Und das lässt hoffen, dass, konsequentes Training vorausgesetzt, sich da noch weiteres Steigerungspotential findet, was meine mögliche Gehstrecke angeht.

MeissenBild: (c)Leander Wittig

Insofern wird auch spannend sein, wie das nun am Wochenende funktionieren wird, wenn meine Liebste und ich unseren geplanten Trip nach Meissen in Angriff nehmen.
Denn da werden wir beide darauf achten müssen, miteinander Schritt zu halten.
Sie, die ja schon immer deutlich flinker war als ich, wird sich wohl noch mehr auf mein Tempo einstellen müssen und ich werde in der Rolle des Nach-(Hinterher)-läufers versuchen, mich nicht zu sehr als Bremsklotz zu erweisen….
Denn schliesslich soll Meissen ja ganz hübsch sein – und wir wollen  auch ein wenig von der Stadt sehen.

Aber das wird schon, da bin ich sicher – und eigene Bilder wirds bei hoffentlich gutem Wetter wohl auch genügend geben😎

Aufgeschoben ist nicht immer aufgehoben

Heute Morgen war  nun der obligatorische Besuch bei meinem Doktor fällig, um  die Befunde und Ergebnisse aus dem Krankenhaus zu besprechen und bei der Gelegenheit auch gleich alles Notwendige für die nächsten Tage zu regeln, da ich mit der immer noch nicht zufriedenstellenden Laufstrecke  kaum in der Lage bin, ganze Arbeitstage durchzuhalten.  Sprich, da sind noch ein paar Tage Schon- und Trainingszeit notwendig,  was der Doc auch ohne Wenn und Aber für meinen Arbeitgeber bescheinigt hat.
Als guter Hausarzt weiss er  natürlich auch, das meine Liebste und ich in einer Fernbeziehung leben, und  so stand plötzlich während unsers Gespräches auch die  Frage im Raum, ob es nicht besser sein würde, nun nach dem Klinkaufenthalt ein paar Tage zusammen verbringen zu können, zumal meine Stimmung aufgrund meiner eingeschränkten Beweglichkeit momentan eher etwas novemberneblig verfärbt ist – und ich schon nach meinen gestrigen Runden im Kreisverkehr die Nase etwas voll davon habe, immer nur um den Pudding laufen zu können.
Doch das war für den Doc eher kein grosses Problem: „Spazieren gehen können Sie  in Leipzig auch!“ meinte er, „dann fahren Sie doch einfach ein paar Tage zu ihrer Frau..“

Und das ist eine richtig gute Idee, denn abgesehen von der Tatsache, dass wir so meinen verschobenen Besuch vom letzten Wochenende nachholen können, wird es sicher auch gut für meine Lauftrainingsmotivation und meine Stimmung sein, mich in einer unbekannteren Umgebung zu bewegen, als im Kreis um den Weltgewerbehof herum zu laufen.
Ich sage in dem Zusammenhang nur „Meissen“, was meine Liebste uns ja schon fürs letzte Wochenende als Ziel auserkoren hatte, bevor wir aufgrund meiner Unpässlichkkeit umdisponieren mussten  – und falls das Wetter noch ein wenig hält, besteht ja vielleicht am Montag oder Dienstag die Chance für mich, auch diesen Ausblick noch ein zweites Mal zu geniessen:
mdrWieder zu Hause ( immerhin hatte ich den Weg sowohl hin – als auch zurück – ohne Erholungspausen geschafft) hab ich das natürlich erst mal mit der besten Ehefrau von Allen  besprechen müssen, die aber auch sofort Feuer und Flamme war, so dass lediglich noch zu klären blieb, ob ich für den Hinweg am Freitag  Bus oder Bahn benutze und das entsprechende Ticket zu kaufen.
Und natürlich ist es ein Bus-Ticket geworden, weil erstens günstiger und zweitens ohne Umsteigen, was das Risiko deutlich minimiert, irgendwo aufgrund meiner eingeschränkten Gehfähigkeit den Anschluss zu verlieren… um drittens von eventuell anfallenden Stornogebühren jetzt mal gar nicht zu reden…

Zurück werden wir nächsten Mittwoch zusammen fahren können, wenn meine Liebste wie schon länger geplant für ein langes Wochenende nach Hause kommt…

Und nun freu ich mich drauf, übermorgen Abend schon in Leipzig zu sein …  nur noch zwei mal schlafen❤

Übung macht den Meister

Zurück in der heimatlichen Wohnung, nachdem ich heute Morgen noch die letzte Infusion habe in mich hineintröpfeln lassen, geht es nun in den nächsten Tagen statt ins Hamsterrad  wohl erst mal in den Kreisverkehr – immer rum um den Weltgewerbehof mit dem Ziel, wenigstens diese Strecke laufen zu können, ohne – so wie heute mittag – drei mal Pause machen zu müssen:
KreisverkehrBedenkt man die Gesamtstrecke, so bedeutet „einmal rum“ inklusive Treppe runter und Treppe rauf, dass das knappe 600 Meter sind – was ja eigentlich keine Entfernung ist und nicht mal ein Zehntel dessen ausmacht, was ich noch vor einer Woche täglich im Hamsterrad unterwegs war…

Und das bedeutet im Umkehrschluss, dass ich nun jeden Tag mehrfach  meine Runde um den Block drehen werde, um qua Trainigseffekt meine Laufstrecke soweit zu erweitern, dass ich ohne schmerzbedingte Pause wieder vor der Haustüre ankomme….
Unrealistisch ist das nicht, denn auch im Krankenhaus hatte ich  mir  so eine Übungsstrecke zurechtgelegt, schon alleine, um vergleichen zu können, ob sich durch Infusionen und Training irgendwas verändert –  was  auch in der Tat passiert ist, so dass dort am Ende jeder Runde 350 Laufmeter zu Buche standen, die ich anfangs auch mit mehreren Pausen, zum Schluss aber ohne Pause bewältigen konnte….

Und das lässt mich eben jetzt auch hoffen,  meine Ergebnisse noch verbessern zu können, zumal ich ja nun auch schon ein paar Tage rauchfrei lebe, was bisher im Krankenhaus auch gut geklappt hat.

Allerdings merke ich, dass bezüglich dieses Themas die eigentlichen Hürden wohl noch vor mir liegen, denn nicht rauchen im Krankenhaus ist eine Sache, nicht rauchen in der gewohnten Umgebung mit all den Dingen und Tätigkeiten, bei denen ich in der Vergangeheit gerne eine gepafft habe, ist eine ganz Andere .

Aber auch da wird  wohl Übung den Meister machen, ähnlich wie beim Laufen….

Es hätte schlimmer kommen können.

Heute morgen hab ich mich also brav zu meinem Termin ins Krankenhaus auf den Weg gemacht, immer noch mit der Hoffnung, dass mein Termin nur ambulanter Natur sein würde. Aber trotzdem  hatte ich – eher aus einem Bauchgefühl heraus – eine Tasche mit den Sachen gepackt, die ich ggf. brauchen würde, wenn es doch anders. kommen sollte….
So hab ich nun zumindest genug Unterhosen und T-Shirts,  aber auch ein Handy- Netzteil und ein Tablet dabei, um mit der Welt in Kontakt zu bleiben.
Denn natürlich kam es mal wieder anders…..

image

Und so schreibe ich diesen Beitrag auf meinem Krankenhausbett liegend auf meinem Tablet, während eine Infusion in meine Vene tropft. Eventuelle Vertippselungen bitte ich deshalb zu entschuldigen, dle Rechtschreibprüfung von Android ist manchmal etwas eigenwillig.

Aber wie kam es nun dazu, dass es wieder mal anders kam, als erwartet?
An der Ursache des Dilemmas hat sich ja nichts geändert und auch mein Hausarzt hatte mit seiner Einschätzung ziemlich richtig gelegen , wie eine nochmalige ausführliche Ultraschalluntersuchung und ein CT hier im Krankenhaus ergaben.

Ja, ich habe eine Durchblutungsstörung im Bein, allerdings nicht wie vermutet durch Plaque in einem Arterienast, sondern verursacht durch einen totalen Verschluss des Bypasses auf der rechten Seite, der ja im Februar unter Verwendung einer meiner Beinvenen angelegt wurde.
Wieso der sich nun zugesetzt hat, ist nicht ganz klar,  dass sowas passieren kann, wurde mir aber schon beim Aufklärungsgeschpräch seinerzeit vor der Operation erklärt.
Nun habe ich  insofern Glück, als dass ich schon aus beruflichen Gründen viel zu Fuss unterwegs bin und sich deshalb in meinem Bein eine gute Kollateralversorgung durch oberflächliche Arterien gebildet hat, die alleine ausreicht, meinen Unterschenkel und Fuss mit genügend Blut zu versorgen, so dass mein Bein nun durch den verstopften Bypass nicht in Gefahr ist.
Nur unter Belastung reicht die Versorgung halt nicht mehr- und dann tut’s weh……

Alles in Allem also nicht schön, aber doch ein wenig Glück im Unglück.

Denn durch die funktionierende Kollateralversorgung bin ich nun in der einigermaßen komfortablen Lage, es zunächst mit einer relativ schonenden Therapie probieren zu können:wpid-fb_img_1446758066605.jpg
Ich bekomme Infusionen, die die Arterien weiter stellen sollen und so die Durchblutung verbessern helfen, unterstützt durch viel Gehtraining bis an die Schmerzgrenze, das auf Dauer dafür sorgt, die Durchflussmenge der Oberflächenarterien zu verbessern und meine mögliche Gehstrecke deutlich über die 250 Meter hinaus zu erweitern, die ich momentan schaffe.

Das wird sicher nicht von heute auf morgen ein Wunder bewirken, aber, wenn ich 800 Meter am Stück schaffe, bin ich etwa da, wo ich im Februar nach der Op auch war, und damit könnte ich schon ganz gut leben.
(Btw. Kommt mir da auch gerade die neue Kamera recht, denn damit habe ich gleich eine gute Motivationsquelle zum regelmäßigen rausgehen und ich kann euch schon viele Bilder androhen😎 )
Aber damit das Ganze was bringt, sollte halt möglichst schnell mit den Infusionen begonnen werden – und das hiess, heute gleich hier zu bleiben, damit keine Zeit verloren geht…..

Auch zwei andere Behandlungsverfahren wären noch möglich gewesen, die ich hier nun nicht unerwähnt lassen will:
Da wäre zum einen auch der Weg, einen neuen Bypass zu legen, diesmal aber nicht aus körpereigenem Material, sondern als Kunststoffprothese und zum anderen hätte man auch versuchen können, den Thrombus im alten Bypass mittels Thrombolyse aufzulösen.
Dies erschien mir aber zu riskant, um mich sofort dafür zu entscheiden, wer mag kann ja mal die Nebenwirkungen im verlinkten Wikipedia-Artikel nachlesen.

Und so kam es dann zu der Entscheidung, es zunächst mit den Infusionen zu probieren, mit der Option, ggf. nochmals einen neuen Bypass zu legen, falls ich damit alleine nicht zurecht komme….

Aber soweit ist es noch nicht, sondern zunächst werde ich erst einmal ein paar Tage auf der Station verbringen dürfen, die mich schon im Dezember und im Februar beherbergt und wo man mich auch durch aus in Erinnerung hat. Die Dienst habende Schwester jedenfalls begrüßte mich heute abend mit einem freundlichen „Willkommen zurück – da sind sie ja wieder!“.
Und spätestens beim gewohnt spartanischen Abendessen hab ich mich auch fast wieder ein Stückchen zuhause gefühlt:

image

Man kann halt nicht alles haben….
Aber zumindest habe ich das Gefühl, dass die Infusionen was bringen werden.
Ich musste jedenfalls vorhin nochmal zum Auto, um mir einen Akku für mein Handy zu holen und hatte dabei durchaus das Gefühl, als ob es mit dem Laufen schon etwas besser ginge….

„Das lohnt sich doch nicht!“

…meinte die Beste Ehefrau von allen, nachdem wir notgedrungen unser Wochenende umplanen mussten und ich ihr schrieb, dass ich nun das Bahnticket zurück gebe, dass ich vor ein paar Tagen als wahres Schnäppchen ergattert hatte.

Und sie sollte Recht behalten:
StorniertDenn vom günstigen Fahrpreis von 19,- € gibt es nach der Stornierung ganze 1,50 € zurück:-/
Will sagen, ich zahle 17,50 € dafür, dass ich nicht mit der Bahn fahre…

Ganz schön happig und für mich ein weiterer Grund, in Zukunft auf die Dienste dieses Unternehmens zu verzichten.

Denn hätte ich das Fernbus-Ticket gewählt, wäre es die einfachste Sache der Welt gewesen, das  kostenlos auf meine Liebste als Fahrgast und auf die umgekehrte Fahrstrecke umzubuchen.
(Und hätte uns schlussendlich nur die 3,- € mehr gekostet, die die Fahrt von Leipzig aus am Freitag teurer ist)

Also verbuche ich die 17,50 Taler jetzt unter „gemachter Erfahrung “ – und werde in Zukunft auch diese hohen Stornogebühren in meine Überlegung mit einfliessen lassen.
Denn es kann ja immer mal sein, dass man eine Reise nicht wie geplant antreten kann – und dann wird Bahnfahren richtig teuer .
Zu teuer für mich:-/

Anders vorgestellt…

…hatte ich mir die nächsten Tage:
Einschliesslich heute drei Tage halbwegs entspannt arbeiten, dann Freitag  nach dem Dienst das Blaubärauto packen und ab zur Geliebten ins Sachsenland.
Und  am Montag  entspannt mit der Bahn zurück, bevor ich Dienstag nachmittag mit einem kleinen Spätdienst wieder anfangen würde.

So war der Plan….

Stattdessen bin ich heute Vormittag zum Arzt gehumpelt und war froh, dass es auf dem Weg dahin genug Sitzmöglichkeiten gab, damit der Schmerz in meinem rechten Bein wieder bis auf ein erträgliches Mass abklingen konnte.
Der Doktor konnte jedoch auch mit einer ausgiebigen Ultraschall-Untersuchung  nicht wirklich was finden,  hat aber dafür gesorgt, dass ich morgen vormittag um 10:00 Uhr einen Termin in der Gefässsprechstunde im Harburger Krankenhaus habe zur weiteren Abklärung. Es steht momentan die Vermutung im Raum, dass sich der Bypass im rechten Bein teilweise mit Plaque zugesetzt haben könnte, so dass es unter Belastung wegen verschlechteter Durchblutung zu starkem Schmerz kommt- landläufig auch gerne Schaufensterkrankheit genannt.

Dabei hatte ich bis vorgestern überhaupt keine Beschwerden.  Im Gegenteil, mein tägliches Gehpensum von 7-10 Kilometern bei Absolvierung meiner Runden im Hamsterrad war kein Problem, auch nicht wenns zu Fuss hoch bis in den achten Stock gehen musste, weil bei einem Kunden mal wieder der Aufzug im Eimer war….
Deshalb fühlte ich mich auch wieder richtig fit, und habe in den letzten Wochen öfter mal wieder mit dem Gedanken gespielt, doch noch meinen Traum von einer Pilgerwanderung erfüllen zu können, der nach den beiden Op’s im Dezember und Februar ja leider weit in den Hintergrund gerückt war.

Und heute habe ich nicht mal 250 Meter am Stück geschafft :-/

Angefangen hatte das mit dem Schmerz übrigens gestern morgen, als ich meine E**y-Verkäufe zum Götterboten bringen wollte. Da hatte ich auf dem Hinweg im Auto einen heftigen Krampf in der Wade, dem ich aber zunächst keine weitere Bedutung beigemessen habe, denn sowas passiert hin und wieder mal und klingt normalerweise auch schnell ab. Und deshalb hatte ich auch gestern gedacht, dass es reichen würde,  das Bein ein wenig zu schonen, um heute wieder meinem Tagewerk nachgehen zu können….
Also noch schnell die Pakete weggebracht, zurück in die Wohnung gehumpelt und Bein hochgelegt…
Da war der Schmerz dann auch bald wieder weg – bis heute morgen um fünf, als ich dynamisch wie immer auf dem Weg zur Arbeit die Treppe runter bin.
Unten angekommen ging sozusagen nichts mehr, was die sofortige Umkehr und den oben schon angesprochenen Gang zum Arzt zur Folge hatte……. und damit auch die Revision unserer Wochenendplanung.

Für mich heisst es nun, morgen im Krankenhaus vorstellig  werden und abwarten, was danach passiert – wobei ich die Hoffnung habe, dass sich das Problem mit einer ambulanten Behandlung beheben lässt. Wenn nicht, werde ich wohl wieder ein paar Tage in einem der schicken Betten zubringen müssen, die ich ja leider schon zur Genüge kennenlernen durfte.
Dass dürfte dann -falls nötig- aber eine geplante Geschichte werden, so dass ich davon ausgehe, dass meine Geliebte und ich das Wochenende  zusammen auf unsrem Sofa verbringen können, denn sie setzt sich nun Freitag Mittag in den Fernbus und kommt nach Hause, um die Fellnasen und mich zu besuchen❤
So kann sie  Montag auch gleich  ihr Auto und ausreichend Bargeld mitnehmen, weil nach ihrem Malheur von gestern nun ihre EC-Karte gesperrt ist.

Tja – irgendwas ist halt immer !

Aber es ist ja nun auch nichts Neues , dass im Hause Momo geschmiedete Pläne nicht für die Ewigkeit bestimmt sind,  weil sie von „Tagesereignissen“ einfach überrollt werden.
Da bleibt dann nur, das Beste draus zu machen – was ja auch nicht immer das Schlechteste ist🙂